Gela Mikava ist ein georgischer bildender Künstler, dessen einzigartiger künstlerischer Ansatz darin besteht, Baumwollstoff-Spanndecken aus der Sowjetzeit als Leinwand seiner Wahl zu nutzen. In einer Welt, in der Materialien oft gedankenlos weggeworfen werden, sieht Mikava diese Decken als Gefäße der Geschichte, die das Gewicht der Geschichten, Emotionen und Erinnerungen von Generationen tragen.
Was Mikavas Werk auszeichnet, ist die tiefe Verbindung, die er zwischen seiner Leinwand und ihrer Vergangenheit herstellt. Diese Spanndecken, Zeugen unzähliger Momente, bewahren die Abdrücke ihrer früheren Bewohner, jeder Fußabdruck und jedes Flüstern ist in den Stoff eingraviert. Wenn Mikava auf diesen Leinwänden malt, verspürt er ein tiefes Verantwortungsgefühl, ihr Erbe zu würdigen, und lässt zu, dass die Leinwand selbst seine Hand führt und seine eigene Erzählung durch seine Kunst vermittelt.
Im Mittelpunkt von Mikavas künstlerischer Philosophie steht die Überzeugung, dass die kraftvollsten Ausdrucksformen aus der Verschmelzung verschiedener Materialien und Medien entstehen. Sein Ziel ist es, Kunst zu schaffen, die nicht nur die Fantasie anregt, sondern auch über die Zeit hinausgeht und beim Betrachter tiefe Emotionen hervorruft. Jedes von Mikava geschaffene Stück erzählt eine Geschichte, nicht nur seiner Vision, sondern auch der reichen Geschichte, die in den von ihm verwendeten Materialien eingebettet ist.