Mein Name ist Chroma und meine Geschichte ist eine Geschichte unerwarteter Transformation. Ich wurde 1988 in einem Pariser Vorort geboren und bin fernab der Kunstwelt aufgewachsen. Fast fünfzehn Jahre lang habe ich bei der Landespolizei gedient, einem starren und oft schmerzhaften Umfeld. Dann, im Jahr 2015, während der Bataclan-Angriffe, wurde mein Leben auf den Kopf gestellt. Ich war an diesem Abend dort. Die Szenen des Chaos, des Terrors, der zerstörten Leben ... Diese Bilder haben sich in mich eingebrannt und einen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen.
Nach diesem Ereignis sank ich drei lange Jahre lang. Ich verlor mich, wurde von Albträumen und einem Gefühl der Leere überwältigt. Mitten in dieser Verzweiflung entdeckte ich die Kunst, einen unerwarteten Zufluchtsort. Anfangs waren meine Kreationen düster und chaotisch und spiegelten den Schmerz wider, den ich in mir trug. Ich habe experimentiert, bin gescheitert, aber Kunst wurde zu einer Möglichkeit, meine Dämonen auszutreiben.
Eines Tages entdeckte ich das Xpen Artist Pro-Grafiktablett und die Krita-Software, und das veränderte meine Art zu kreieren. Die digitale Technologie hat mir neue Freiheiten und unendliche Möglichkeiten eröffnet. Nach und nach lernte ich, meine Emotionen durch meine Werke zu kanalisieren und meine Wunden in Farben und Formen zu verwandeln.
Im Jahr 2020 beschloss ich, meine Arbeit mit der Öffentlichkeit zu teilen. Es war wie eine Wiedergeburt. Meine Kreationen, die einst mein persönliches Ventil waren, haben ihren Platz auf der internationalen Bühne gefunden. Heute reisen sie viel mehr als ich, von New York nach Hongkong, von Paris nach Dubai. Meine Kunst wird auf vier Kontinenten ausgestellt und zu wissen, dass meine Werke bei Menschen aus verschiedenen Kulturen Anklang finden, erfüllt mich mit großem Stolz.
Aber Erfolg ist nicht meine Motivation. Für mich ist es wichtig, meine Leidenschaft in vollen Zügen auszuleben. Nachdem ich die Polizei verlassen hatte, widmete ich mich ganz der Kunst. Ich suche nicht nach Anerkennung. Mein einziger Wunsch ist es, mit meinen Werken weiterhin zu erschaffen, zu erforschen und Menschen zu berühren.
Der Name Chroma ist kein einfaches Pseudonym. Es bedeutet „Farbe“, und für mich symbolisiert Farbe das Licht nach der Dunkelheit. Es repräsentiert meine Erlösung, meine Wiedergeburt. Jeder Farbton in meinen Kreationen erzählt einen Teil meiner Geschichte, meiner Narben, aber auch meiner Hoffnung. Die Farbe hat mich gerettet, sie ist die Sprache, mit der ich ausdrücke, was Worte nicht sagen können.
Ich strebe nicht nach Ruhm, sondern nur danach, in diesem Universum zu leben, in dem die Kunst mein Leben ist. Wenn meine Arbeiten eine Emotion, eine Reflexion hervorrufen, dann ist mein Ziel erreicht. Chroma ist die Geschichte eines Mannes, der inmitten der Dunkelheit Licht fand und dieses Licht heute mit der Welt teilt.
Der Künstler wurde in einem Artikel im ArtMajeur Magazine hervorgehoben: